Der fliegende Teppich: Die Ufenau
Gedichte aus "Huttens letzte Tage" von Conrad Ferdinand Meyer
| Mo | 10. Mai 2027 | 20:00 Uhr | Tickets |
| Dienstag | 18. Mai 2027 | 20:00 Uhr |
Mit dem Gedichtzyklus „Huttens letzte Tage“ (veröffentlicht Ende September 1871) gelang Conrad Ferdinand Meyer spät der grosse literarische Durchbruch. Der geheimnisvolle Zürcher Dichter (1825 - 1898) gehört zu den überragenden Figuren der Schweizer Literatur. Der Zyklus besteht aus acht Kapiteln mit 71 Gedichten. Er handelt vom sterbenskranken Ritter und Humanisten Ulrich von Hutten, der sich auf der Insel Ufenau im Zürichsee einrichtet, um dort seine letzten Tage zu verleben. Ungebeugt rechtfertigt er seinen Kampf für die Reformation und wider das Papsttum.
Huldrych Zwingli hatte dem gebannten und geächteten Hutten im August 1523 Asyl auf der Ufenau geboten. Gepflegt von Pfarrer Johannes Klarer stirbt er dort am 29.08. an der Syphilis.
Das Werk entstand unter Meyers Eindruck seiner eigenen melancholischen Lebensstimmung, der «heimatlichen, mir seelenverwandten Landschaft», die er als Wanderer, Ruderer und Schwimmer erlebte, und den gewaltigen Zeitereignissen, namentlich der Gründung des deutschen Kaiserreichs.
Die Schauspielerin Mona Petri, zuletzt als „Maria“ im Theater Rigiblick zu bewundern, wird diese „Liebeserklärung an die Ufenau“ zum Klingen bringen, begleitet von einem kleinen Ensemble aus dem Umkreis des bekannten „Schweizer Vokalconsort“. Eine Sopranistin und ein Tenor werden, begleitet von einem Theorbenspieler, die historische Welt der Renaissance und Reformationszeit sinnlich erfahrbar machen mit Liedern von Abschied, Schmerz und Loslassen.
Diese Vorstellung wird im Rahmen der Reihe «Der fliegende Teppich - Acht literarisch-musikalische Insel-Reisen» gezeigt.
Dafür kann auch ein Abonnement gelöst werden. 8 Vorstellungen zum Abopreis von Fr. 240.--. Bestellung des Abos hier.
Dauer
80 Minuten
Lesung
Mona Petri
Musik
Zacharie Fogal (Tenor)
Yerin Mira Läuchli (Sopran)
Elias Conrad (Theorbe)
Konzept
Klaus Hemmerle
Technik
Zora Marti
Brian Lee



